Information zum Lehrbetrieb und Corona-Virus (Sars-CoV-2)

Liebe Teilnehmer*innen, 
die Akademieleitung hat beschlossen, dass bis auf weiteres alle Kurse und Veranstaltungen ausschließlich virtuell stattfinden. 
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Für Fragen Ihre Kursbuchung betreffend, kontaktieren Sie uns gerne unter
Telefon 089/4400-77930 oder christophorus-akademie@med.uni-muenchen.de.


Ihr Team der Christophorus Akademie

 

Spiritualität und Spiritual Care: Was ist das und wie macht man das?

Update 2018


Die Sorge um spirituelle Fragen und Bedürfnisse von Sterbenden gehört von den Ursprüngen der Hospizbewegung an zu den Grundanliegen einer ganzheitlichen palliativen Betreuung. Vielerorts hat sich für diesen Bereich der Betreuung inzwischen der Begriff „Spiritual Care“ eingebürgert. Was aber ist eigentlich das Spirituelle daran – was macht Spiritualität aus? Und wie äußert sich Spiritualität im Krankheitsverlauf – wie schlägt sie sich in der Befindlichkeit nieder? Und wie kann darüber mit den Patienten kommuniziert werden – wie also Spiritual Care ganz praktisch geleistet werden?

Der Workshop gibt einen Überblick über bestehende Konzeptionen von Spiritualität und Spiritual Care und über die Forschung zum Verhältnis von Spiritualität zu Gesundheit und Krankheit und bietet Möglichkeiten, über den eigenen Zugang zu Spiritualität zu reflektieren und das Sprechen über spirituelle Themen, Fragen und Nöte einzuüben.

 

Inhalte

  • Definitionen und Konzepte von Spiritualität
  • Verbreitung von Spiritualität
  • Verhältnis von Spiritualität und Religion
  • Erfassung von Spiritualität in Studien
  • Befunde zu salutogenen und pathogenen Effekten von Spiritualität
  • Ansätze von Spiritual Care
  • Spirituelle Fragen, Ängste, Bedürfnisse
  • Spirituelle Anamnese
  • Kommunikation über Spiritualität

Methoden
Überblicksreferate, Plenar- und Gruppendiskussionen, Kleingruppenarbeit, Fallbeispiele, Rollenspiele, Literatur

 

 

Fachkräfte aus Hospiz- und Palliativversorgung
Nachweis einer Qualifizierung in Palliative Care
Christophorus Akademie
werden beantragt
Anrechnung möglich >>
€ 250,-
Prof. Dr. phil. Constantin Klein

 

18 V-17 M73

07.02. bis 08.02.2018
Beginn: Mittwoch, 10.00 Uhr
Ende: Donnerstag, 13.00 Uhr
bis 27.12.2017
die Veranstaltung ist abgesagt

 

 

Im Rausch der Trauer - Verlusterfahrung, Sucht und fehlende Trauerrituale

Update 2018

 
Der Verlust eines geliebten Menschen war noch nie leicht zu verdauen: Seit der Steinzeit, sogar noch vor dem Sesshaft-Werden, haben Hinterbliebene versucht, die Unfassbarkeit des Todes in Rituale zu bannen. Grabhügel und Urnenfelder bezeugen, dass Menschen bestimmte Übergangsrituale vollzogen haben, damit die Verstorbenen und vor allem die Trauernden diesen Übergang erfolgreich gestalten konnten. Neuere Forschungen legen nahe, dass die Rausch- und Trauerkultur einen wichtigen Teil dieser Neuorientierung bildete. In unserer aufgeklärten Zeit sind solche „Inseln einer anderen Wirklichkeit“ verschwunden: der Rausch wird als ungesund abgestempelt und Ritualen wird nur mehr ein dekorativer, symbolischer Wert beigemessen. Zugleich weisen Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung oft Verlusterfahrungen in ihren Biografien auf, die nicht aufgearbeitet wurden.
Der Workshop spürt der Verbindung von Trauer, Sucht, Rausch und dem Fehlen von Trauerritualen nach und gibt neue Impulse für Mitarbeitende im Gesundheitswesen, die mit dem Handlungsfeld Trauer konfrontiert sind.

 

Folgende Themenschwerpunkte sollen Kernkompetenzen für die Palliativversorgung vermitteln

  • durch die Arbeit mit Lebens- und Übergangsritualen sowie ritualisierenden Interventionen den Patienten und den An- und Zugehörigen in einer unterstützenden und respektvollen Weise ermöglichen, spirituelle und/oder existenzielle Dimensionen ihres Lebens auszudrücken
  • Prävention von Abhängigkeitserkrankungen in Folge von Verlusterlebnissen durch das Angebot von kurzfristiger Trauerbegleitung
  • Suchtprävention als Handlungsfeld für die Arbeit im interprofessionellen Team identifizieren
  • eine eigene Trauerkultur finden durch Übungen zur Selbstwahrnehmung und Bewusstwerdung eigener Stärken und Überzeugungen

Methoden
Selbsterfahrung, theoretische Impulse, Gruppenübungen, Selbstreflexion, Literatur

 

 

Fachkräfte aus Hospiz- und Palliativversorgung und
(anderen) therapeutischen Arbeitsfeldern
Nachweis einer Qualifizierung in Palliative Care/ Trauerbegleitung
Christophorus Akademie
werden beantragt
Anrechnung möglich >>
€ 250,-
Mag. Michael Lippka

 

18 V-17 M72

05.02. bis 06.02.2018
Beginn: Montag, 10.00 Uhr
Ende: Dienstag, 13.00 Uhr
bis 27.12.2017
die Veranstaltung ist abgesagt