Unser Kursangebot

Behandlung im Voraus planen (BVP) - § 132g SGB V 2020

Ausbildung zum Gesprächsbegleiter - Modulare Weiterbildung nach dem Standard der DiV-BVP e.V.


Logo DiV BVP 200In § 132 g SGB V des Hospiz- und Palliativgesetzes wurde das Angebot einer „Gesundheitlichen Versorgungsplanung“ in Pflegeeinrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe verankert. Den Bewohnern und ihren gesetzlichen Betreuern/Angehörigen kann eine Beratung zur gesundheitlichen Versorgungsplanung angeboten werden, die von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird.
Inhaltlich beruht eine derartige Vorausplanung auf dem international etablierten Konzept des „Advance Care Planning“ (ACP). Eine deutsche Adaption erfolgt durch das Konzept „Behandlung im Voraus planen“ (BVP) nach den Standards der Deutschen interprofessionellen Vereinigung Behandlung im Voraus Planen e.V. (DiV-BVP). Die Vorausplanung wird dabei als mehrzeitiger kommunikativer Prozess verstanden, innerhalb dessen die Wünsche der Bewohner an ihre zukünftige medizinische Behandlung und Versorgung ermittelt, anwendungstauglich dokumentiert und bei Bedarf aktualisiert werden.


Ziel ist es, dass die Bewohner auch dann entsprechend ihren individuellen Wünschen behandelt werden, wenn sie sich selber nicht (mehr) dazu äußern können.


Die Vorausplanung wird durch qualifizierte Gesprächsbegleiter angeboten. Daneben hat die Einrichtung im Rahmen ihres Aufgabenbereiches sicherzustellen, dass der ermittelte Patientenwille auch zur Umsetzung gelangt (interne Vernetzung). Zusätzlich ist durch eine enge Zusammenarbeit mit den regionalen Versorgungs- und Betreuungsanbietern darauf hinzuwirken, dass diese den Willen des Bewohners umsetzen (externe Vernetzung). Damit bedarf es einer „institutionellen und regionalen Implementierung“ und Koordination des Konzeptes. Grundvoraussetzung der Finanzierung gemäß §132g SGB V ist die Erstellung eines Konzeptes zur Implementierung.


Die 8-tägige modulare Präsenzschulung orientiert sich an den Anforderungen des § 132 g SGB V sowie darüber hinaus dem aktuellen Schulungsstandard der DiV-BVP e.V.. Sie umfasst ein Basismodul (Modul A = 3 Tage) und zwei Aufbaumodule (Modul B = 3 Tage; Modul C = 2 Tage). Zusätzlich gibt es zwei Praxisteile. Nur ein erfolgreiches Durchlaufen aller Abschnitte berechtigt dauerhaft zur Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen.

 

Das Basismodul, Modul A, richtet sich an Mitarbeiter, die die institutionelle Implementierung und Koordination unterstützen (nach erfolgreichem Abschluss von Modul A) und ist das erste Modul zur Qualifikation zum Gesprächsbegleiter. Das Basismodul enthält folgende Themenfelder und Methoden:

 

  • Einführung: Entwicklung von Advance Care Planning / Behandlung im Voraus planen/ § 132g SGB V
  • ethische Grundlagen: Hintergrund zu Patientenautonomie, Stellvertreterentscheidung
  • rechtliche Grundlagen: Betreuung und Patientenverfügungsgesetz
  • Rollen und Aufgaben
  • Grundlagen Kommunikation und Gesprächsbegleitung
  • Elemente der Begleitungsgespräche
  • Intensivtraining durch Rollenspiele in Kleingruppen mit Schauspielpatienten
  • Dokumentation, Qualitätssicherung
  • institutionelle und regionale Implementierung

 

Das Basismodul stellt gleichzeitig das erste Modul der Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter nach § 132g SGB V dar. Im Anschluss an das Basismodul findet ein Feedback-Gespräch statt.
Um an den für die Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter erforderlichen zwei Aufbaumodulen teilnehmen zu können, bedarf es neben einer Empfehlung durch das BVP-Trainerteam jeweils des Nachweises der zwischen Modul A und B durchgeführten 6 Übungsgespräche des Praxisteils 1 (s. Hinweise >>). Es sind maximal 10% Fehlzeiten zulässig. Sollte die Weiterbildung unterbrochen werden müssen, ist das nächste Modul innerhalb eines Jahres zu beginnen. Ist dies nicht möglich ist der Kurs neu zu beginnen.


Zwei Aufbaumodule (Modul B, C) zur Weiterbildung zum Gesprächsbegleiter:

 

  • Kenntnisse zu medizinisch - pflegerischen Sachverhalten
  • Kommunikation und Gesprächsbegleitung
  • Elemente der Begleitungsgespräche
  • Dokumentation
  • Intensivtraining durch Rollenspiele in Kleingruppen mit Schauspielpatienten

 

Praxisteil 1:

  • insgesamt 12 selbständig durchgeführte Übungsgespräche
    6 x zwischen Modul A und B sowie
    6 x zwischen Modul B und C (s. Hinweise >>)
  • mindesten 2 begleitete Beratungsprozesse in einer Einrichtung mit insgesamt 4 Gesprächen (Coaching in Echtsituation)
  • Vorbereitung der Kurse durch Erarbeitung des zur Verfügung gestellten Schulungsmaterials

 
Nach der erfolgreichen Teilnahme an allen drei Modulen und dem Absolvieren von Praxisteil 1 sind die Gespräche gemäß § 12 der Vereinbarung vom 13.12.17 zu § 132g SGB V vorläufig abrechenbar. Die endgültige Zertifizierung gemäß der Vereinbarung vom 13.12.17 zu § 132g SGB V erfordert im Anschluss den Nachweis von Praxisteil 2:

 

Praxisteil 2:

  • 7 eigenverantwortlich durchgeführte Beratungsprozesse mit mindestens 14 Gesprächen innerhalb eines Jahres (Nachweis gegenüber der Akademie)
  • Teilnahme an 3 von vier Plenartreffen im Laufe eines Jahres (im Kurspreis enthalten)

Praxisteil 2 wird durch die Akademie begleitet. Diese erstellt das Zertifikat, sofern Teil 2 erfolgreich abgeschlossen wurde. Wenn das Zertifikat nicht innerhalb eines Jahres nach Abschluss von Teil 1 der Qualifizierung den Kassen vorgelegt wird, gilt die Weiterbildung als nicht abgeschlossen und weitere Leistungen werden nicht erbracht (§ 12 Abs. 7 Rahmenvereinbarung).

 

 

Hinweis: Voraussetzungen der Teilnehmenden
Um die Gespräche gem. § 132g SGB V abrechnen zu können, müssen die Teilnehmenden gemäß § 12 der Vereinbarung vom 13.12.17 folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • berufliche Voraussetzungen: abgeschlossenes Studium im Bereich der Gesundheits-, Pflege-, Geistes-, Sozial-, oder Erziehungswissenschaften oder alternativ eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf der Gesundheitswissenschaften sowie eine mindestens dreijährige, für die gesundheitliche Versorgungsplanung einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten 8 Jahre mit mindestens einer halben Stelle
  • personale Kompetenzen wie Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflektion, nicht-direktiver Kommunikation, Empathie, Vernetzung

Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, können teilnehmen, die Gespräche können jedoch nicht über die Krankenkassen abgerechnet werden.

 

Mildred Scheel Diplom (MSD)
Dieser Kurs kann mit  30 UE auf das MSD>> angerechnet werden.

 

Ärzte, Sozialpädagogen, examinierte Pflegende und pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe

€ 550,- Modul A

€ 550,- Modul B

€ 400,- Modul C

€ 150,- zzgl. Reisekosten pro Coaching in den Einrichtungen durch die Trainer

sind kostenfrei
werden beantragt
Christophorus Akademie

Prof. Dr. Dr. med. Berend Feddersen

und Kollegen

 


 

 20 Q-3

Modul A: 03.02. bis 05.02.2020

Beginn/ Ende: 1. Tag 9.00 bis 17.30 Uhr
Beginn/ Ende: 2. und 3. Tag 8.30 bis 17.30 Uhr

 

Modul B: 11.03. bis 13.03.2020

Modul C: 27.04. bis 28.04.2020

Beginn/ Ende: jeweils 8.30 bis 17.30 Uhr

   bis 23.12.2019
Anmeldung >>

 

20  Q-9

Modul A: 27.07. bis 29.07.2020

Beginn/ Ende: 1. Tag 9.00 bis 17.30 Uhr
Beginn/ Ende: 2. und 3. Tag 8.30 bis 17.30 Uhr

 

Modul B: 21.09. bis 23.09.2020

Modul C: 11.11. bis 12.11.2020

Beginn/ Ende: jeweils 8.30 bis 17.30 Uhr

   bis 15.06.2020
Anmeldung >>

 

 Plenartreffen

Montag, 09.03.2020

Montag, 29.06.2020

Montag, 14.09.2020

Montag, 30.11.2020

jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr

für Termin 09.03.2020
Christophorus Akademie


für die Folgetermine
Kinderpalliativzentrum, Seminarraum EG
Marchioninistr. 15, 81337 München

unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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signet 20 Janhre CA I a

 

Stand: Oktober 2019